Montag, 30. Januar 2012

Pave the Way Foundation: Jüdisch-Katholischer Dialog


Gary Krupp ist der Gründer der Pave the Way Foundation (PTWF) und engagiert sich für den jüdisch-katholischen Dialog. Seine Vision ist Friede in Jerusalem unter päpstlicher Autorität. In einem Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur ZENIT erklärte Krupp:

„Die Pave the Way Foundation ist eine nicht-sektiererische Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Hindernisse zwischen den Weltreligionen zu überwinden...“ (hier)

Für das Jahr 2012 wünscht sich Krupp, dass die Veröffentlichung von Dokumenten mit über 46.000 Seiten die Hindernisse des jüdisch-katholischen Dialogs endgültig ausräumt. Juden werfen der katholischen Kirche vor, während der Nazi-Diktatur nichts gegen den jüdischen Holocaust getan zu haben. Krupp hingegen will dies mit der Veröffentlichung der Dokumente entkräften und erhofft sich dadurch einen großen Schritt der Annäherung zwischen Papst und Israel.

Im Januar 2002 verfasste die PTWF ein Dokument mit dem Titel The First Alexandria Declaration of the Religious Leaders of the Holy Land. Das Dokument ruft zum Frieden zwischen Juden, Christen und Moslems auf mit Hilfe eines „religiös sanktionierten Waffenstillstands.“ Ein permanentes Komitee strebt die Umsetzung der Friedenspläne sowie Gespräche mit den jeweiligen politischen Führern an.

Gary Krupp wurde von Papst Johannes Paul II. im Jahre 2000 zum Ritter geschlagen. Diese Ritterschaft ist die eigentliche Quelle für die Pave the Way Foundation, wie Krupp selbst einräumt. Der Päpstliche Ritterorden vom Heiligen Gregor dem Großen (Ordo Sancti Gregorii Magni) wurde 1831 von Papst Gregor XVI. ins Leben gerufen. Es handelt sich um einen von fünf Ritterorden des Vatikans. Der Papst gilt allen Ritterorden als der “König der Könige”. Jerusalem war bereits von 1099 - 1291 n. Chr. unter päpstlicher Autorität und wurde benannt als "Königreich von Jerusalem". Gary Krupp ist eine Figur unter vielen, die die Vision verfolgen, Jerusalem erneut unter päpstliche Autorität zu stellen. Krupp hat sich bereits die Unterstützung einer Reihe von Rabbis gesichert, um den Papst als „Friedensfürst“ nach Jerusalem zurückkehren zu lassen. Der Felsendom, der in seinem Innern noch nicht vollständig ausgebaut ist und in Zukunft noch ausgestaltet werden könnte, bietet sich als Sitz einer globalen spirituellen Autorität an – ein möglicher „Globaler Heiliger Vater“.